Mittwoch, 31. Mai 2006

Zwettl: 10 Jahre Abt Wolfgang Wiedermann

Am 25. Mai 2006 wurde das 10-jährige Amtsjubiläum des Abtes feierlich in der Stiftskirche begangen.

Wolfgang Wiedermann wurde am 6.5.1996 zum 68. Abt des Stiftes Zwettl gewählt.

Der gebürtige Zistersdorfer trat nach der Matura in Seitenstetten in Zwettl ein, studierte Theologie in Heiligenkreuz und verbrachte 10 Jahre als Kaplan und Pfarrer in Wr. Neustadt. Mitte der 1970er Jahre kam er ins Waldviertel zurück und wirkte als Prior, Leiter des Bildungshauses und Kaplan in Windigsteig. Auch nach der Wahl zum Abt hielt er seinen Pfarrkindern die Treue.

Die Sorge des Abtes gilt der Gemeinschaft von Stift Zwettl, der Erhaltung der weitläufigen Klosteranlage, der Sicherstellung der Seelsorge in den 14 inkorporierten Pfarren und der Ausbildung der Jugend in der HLUW Yspertal, einer Privatschule des Stiftes. Daneben gilt es noch die Institution der Zwettler Sängerknaben zu erhalten, den Tourismus zu fördern und die Wirtschaftsbetriebe des Klosters (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Klosterladen, Vermarktung der „Zwettler Stiftsschätze“) zu unterstützen.

Abt Wolfgang zeichnet sich als engagierter Seelsorger in Windigsteig und umsichtiger Leiter des Bildungshauses aus. Er ist Mitglied im Priesterrat der Diözese St. Pölten und stellvertretender Vorsitzender der österreichischen Zisterzienserkongregation.

Im vergangenen Herbst initiierte er die Gründung eines Fördervereins, der das Kloster bei der Renovierung der Stiftskirche unterstützen wird.

In seiner Freizeit liest er viel und reist gerne. Hier gehört sein spezielles Interesse der Geschichte und Architektur von Zisterzienserbauten.

Zu den Feierlichkeiten waren Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Weihbischof Dr. Heinrich Fasching, zahlreiche Abgeordnete zu National- und Bundesrat, sowie zum NÖ Landtag, Bezirkshauptmann HR Michael Widermann, die Bürgermeister etlicher Stiftspfarren, der Vorstand der „Freunde des Zisterzienserstiftes Zwettl“, sowie Vertreter der Wirtschaft und der Stiftspfarren gekommen.

In seiner Festrede würdigte LH Pröll die Verdienste des Abtes und stellte eine Förderung des Landes NÖ für die dringend nötige Renovierung der Stiftskirche in Aussicht. Er unterstrich die Bedeutung der Klöster für die geistige und kulturelle Entwicklung des gesamten Bundeslandes und rief zu Dankbarkeit für das Ererbte und von den Generationen vor uns Geschaffene auf.

Die Mitbrüder und der Förderverein stellten sich mit einem Abtstab ein. Er ist in Anspielung auf die Gründungslegende aus Eichenholz geschnitzt und mit einem Amethyst aus Maissau geschmückt.

Bei der Agape im Stiftshof ergab sich noch Gelegenheit zu Gesprächen in geselliger Runde.