Donnerstag, 16. August 2007

Seligenthal 775 Jahre



Am Wochenende vom 14./15. Juli fand in der Abtei Seligenthal der Festakt zum 775-jährigen Bestehen des Klosters statt. Viele prominente Ehrengäste wie Kultusminister Siegfried Schneider, der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog, Oberbürgermeister Hans Rampf und der ehemalige Regierungspräsident Dr. Walter Zitzelsberger, so wie Äbtissinnen und Äbte verschiedener Klöster waren zum Festakt nach Seligenthal gekommen. Schirmherr des Jubiläums war Dr. Prof. Friedrich Kardinal Wetter, der an beiden Tagen anwesend war und in beiden Ansprachen, die er hielt, die Bedeutung des Ordens bzw. der Abtei hervorhob. „Die Ordensmitglieder wollten die Regel des hl. Benedikts in größerer Entschiedenheit leben. Die Klöster seinen eine Antwort auf die Not der Zeit. Die Situation des Ordenslebens sei wie ein Seismograph für das Verhältnis zwischen Kirche und Glaube, und die Nöte der heutigen Zeit seien Bindungslosigkeit und Einsamkeit. Wetter sagte, er wünsche Seligenthal, dass das Kloster bei der Heilung dieser Nöte helfen kann. Kultusminister Siegfried Schneider betonte:“ Die Abtei Seligenthal und die Menschen, die hier arbeiten, lehren und lernen, strahlen heute heller denn je.“ Schneider nahm mit seinen Worten Bezug auf die Stiftungsurkunde des Klosters: „Gestiftet werde ein Nonnenkloster, das wie der Morgenstern inmitten der Dunkelheit leuchtet und gleich der Sonne das heilige Haus des Herrn erhellt. Der Kultusminister betonte die Bedeutung Seligenthals für Bayern und für die Stadt, als ehemaliges fürstliches Hauskloster und Grablege der Wittelsbacher, die nach wie vor mit dem Kloster in Verbindung sind.“

Er hob auch die Bedeutung Seligenthals als Schulzentrum hervor, das zur Herz- und Charakterbildung beitrage, die die bayrischen Schulen vermitteln sollen.

Höhepunkt des Festaktes war das Hochamt am Sonntag mit Dr. Prof. Friedrich Kardinal Wetter als Hauptzelebrant, der gemeinsam mit den Schwestern und den anwesenden Gläubigen Gott für die vergangenen 775 Jahre dankte.