Sonntag, 8. August 2010

HOCHWASSER IN ST. MARIENTHAL

Soeben habe ich aus St. Marienstern den ersten Bericht über die Hochwassersituation im Kloster St. Marienthal in der Lausitz in Deutschland.
Strom-und Telefonleitungen sind unterbrochen, über ein Mobiltelefon konnte mit den Schwestern Kontakt aufgenommen werden:
"Die Schwestern sind wohlauf, aber im Kloster eingeschlossen. Sie sollten evakuiert werden, haben sich aber geweigert. Mit den alten und kranken Schwestern hätten sie es aber auch gar nicht mehr geschafft.
Alles, aber auch wirklich alles steht unter Wasser. Es ist schlimmer, als das Hochwasser von 1897. In der Kirche steht das Wasser bis zur Mensa, Kreuzgang, Kapitelsaal, Refektorium, Kreuzgarten, Küche, Bäckerei, Laden, alles, alles unter Wasser. Mit einem Kahn kann man wohl jetzt schon zum Ehrenhof hineinfahren. Zu Essen haben sie noch etwas. Auch Wasser - u. Abwasser funktionieren, weil sie da an das öffentliche Netz angeschlossen sind. Die Neiße ist dreimal so breit wie üblich. Die Hochwasserschutzmauer hätte gereicht, wenn nicht in Polen ein Damm gebrochen wäre.
Es stinkt furchtbar. Das wird in den nächsten Tagen noch schlimmer werden.
Wenn das Wasser zurückgeht, werden wir sehen, wie wir helfen können, denn da wird zum Aufräumen jede Hand gebraucht.
Es liegt alles Weitere in Gottes Hand"
Soweit der Bericht. Wir werden Sie hier weiter informieren. Wer Hilfe in irgend einer Weise anbieten kann, möge sich bitte mit uns im Generalatshaus in Verbindung setzen. Die Renovierung des gesamten Kloster ist soeben fertig geworden... Und heute das Evangelium von der Bereitschaft (wenn der Hausherr wüßte, wann der Dieb in der Nacht kommt...") aber auch vom Glauben des Abraham und der Sara und wie Gott seine Verheißungen erfüllt - ER, der Erlöser!

P. Meinrad Tomann